Januar 2018

Was macht ein Imker so im Januar? Sportler würden sagen: Nach der Saison ist vor der Saison!
Das passt auch für die Imker. Das nächste Frühjahr kommt bestimmt. Also werden defekte Teile repariert und schon die ersten Materialeinkäufe für das kommende Bienenjahr getätigt. Jetzt kommt auch die richtige Zeit für Fortbildung und den Besuch von Imkermessen.

Mitte Januar wurde es zwischendurch auch mal richtig warm: Bis zu 15 Grad wurden in Köln gemessen. Das verleitet die Bienen dazu herauszukommen. An diesem Tag war ein reger Flugverkehr vor den Beuten zu beobachten. Diesen warmen Tag habe ich genutzt, um von oben einen vorsichtigen Blick durch die Klarsichtfolie in die Wabengassen zu werfen.
Die gute Nachricht: Alle Völker sind noch da und scheinen auch noch genügend Futter zu haben.
Die nicht so gute Nachricht: Schwitzwasser an der Folie deutet darauf hin, das die Königin wieder Eier gelegt hat, da sie glaubt, dass Frühling ist. Das ist nicht so gut, da die Arbeiterinnen nun viel Energie benötigen um die Brut zu pflegen. Das verbraucht viel Futter und verkürzt die Lebenszeit der Arbeiterinnen. Der nächste Kälteeinbruch kommt bestimmt. Dann können die Bienen die Brut nicht mehr warm genug halten und die Brut ist verloren. Das Futter ist jedoch verbraucht. Das kann soweit gehen, dass ein Volk nicht mehr genügend Bienenmasse hat um sich warm zu halten und dann ist das Volk verloren.